Die neue CD-ROM von Peter W. Lohmann:
Katholische Familien auf Nordstrand seit 1654
Unter besonderer Beachtung der altkatholischen Kirche St.Theresia auf Nordstrand
Vor kurzem erschien bei Gen_Plus die CD-ROM über niederrheinische Totenzettel des Verfassers in 3. Auflage. Hier werden sich aufmerksame Leser gewundert haben, wieso auch Totenzettel mit norddeutschen Herkunftsorten oder gar von der Insel Nordstrand vermerkt sind.
Nordstrand, seinerzeit dänisch, ist 1634, also mitten im 30jährigen Krieg, durch eine Flut völlig zerstört worden. Der Staat Dänemark stand praktisch vor der Pleite und hatte kein Geld für den Wiederaufbau. So suchte der dänische König, vertreten durch den Herzog von Gottorf (Schleswig), aufbauwillige Geldgeber und fand sie in den Niederlanden bei dortigen katholischen Stiftsherren, die Geld besaßen, z.B. die Einnahmen des bekannten niederrheinischen Wallfahrtsortes Kevelaer, aber nicht mit der jesuitisch beeinflussten katholischen Kirche übereinstimmten. Nachdem ihnen Religionsfreiheit und für viele Jahre auch Steuerfreiheit zugesichert worden war, erneuerten sie die Bedeichung Nordstrands gegen Landübereignungen und vielen Privilegien.
Hierzu holten sie Deichbauarbeiter aus dem vorwiegend südlichen Teil der Niederlande, der katholisch war; dazu kamen ebenfalls dorther die eigenen Geistlichen. Und sie erbauten eine katholische Kirche, da es auf Nordstrand nur die auch heute noch bestehende luth. Odenbüller Kirche gab, nämlich die heutige altkatholische Kirche St.Theresia. Später kam es zu Glaubens-Streitigkeiten, es folgten das römisch-kath. Oratorium (Herrenhaus) und Mitte des 19. Jahrhunderts die röm.-kath. St.Knud-Kirche.
Eine neue Welle weiterer kath. Bewohner erreichte die Insel durch Napoleon; zum einen wurden dort z.B. Kirchenschätze aus Kevelaer versteckt, aber auch viele niederrheinische Geistliche hielten sich in der Zeit dort auf. Sie berichteten von dem guten Ackerland und insbesondere der Prälat van Ackeren brachte Niederrheiner dazu, sich auf Nordstrand anzusiedeln.
In dieser hier vorliegenden CD wurden die Kirchenbücher der genannten kath. Kirchen bis 1876 vollständig ausgewertet; auch neuere Daten wurden aufgenommen, wenn es sich um Zitate aus anderen Quellen handelt, da dem Autor die Kirchenbücher nach 1876 natürlich nicht zur Verfügung standen.
Es werden auf dieser CD rund 4.200 Personendatensätze und rund 1.200 Familiendatensätze wiedergegeben.
Der Autor: Peter W. Lohmann, E-Mail
pwlahnen@web.de
Herstellung und Versand:
Gisbert Berwe, 27211 Bassum-Nordwohlde, Rolandstr. 14, Autor des EDV-Programms für Genealogen, Gen_Plus.
Preis: In Deutschland 18,- Euro inkl. Porto und Verpackung; im europäischen Ausland plus 2,50 Euro.
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Stand: Oktober 2005